See it, change it, love it, leave it

Schritt für Schritt nach oben

Gibt es etwas in deinem Leben, von dem du sagen würdest: „Es ist unerträglich“? Das kann eine Situation, ein Mensch oder auch ein Gedanke oder Glaubenssatz sein.

Wahrscheinlich kennst du das Sprichwort: „Love it, change it or leave it – Liebe es, ändere es oder verlasse es / lass es los“. Wer mich kennt, weiß, dass ich Sinnsprüche und Sprichworte gern für mich nutze und das für mich Hilfreiche rausziehe. So auch bei „Love it, change it or leave it“.

Es gibt selten nur ein Entweder/Oder

Seit ich Ho’oponopono praktiziere, erfahre ich immer mehr, dass es selten im Leben ein Entweder/Oder gibt. Und daher sehe ich unser „Love it, change it or leave it“ als miteinander verbundene Energien, die einander wechselseitig bedingen und beeinflussen.

Der Vergebungs- und Heilungsprozess im Ho’oponopono besteht im Kern aus vier Schritten, ausgedrückt in den vier Sätzen: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich/mich. Danke.

Unser oben genanntes Sprichwort drückt drei dieser Schritte aus. Den ersten Schritt nennt es nicht, setzt ihn aber stillschweigend voraus: die Wahrnehmung dessen, was so unerträglich ist, also die vorgelagerten Gedanken und Gefühle.

See it, change it, love it, leave it

Damit haben wir die vier Schritte, die wir zur Heilung eines Konfliktes brauchen.

  1. Wahrnehmung. Ich fühle, dass etwas unerträglich ist. Offensichtlich war ich eine Zeitlang der Situation, dem Menschen oder dem Gedanken ausgesetzt. Das tut mir leid.
  2. Change it / ändern. Ich verändere die Energie, indem ich mir erst einmal vergebe, dass ich es so lange mitgemacht habe. Ich verzeihe mir. Und ich ändere meine Energie der Situation oder dem Menschen gegenüber, indem ich ihr oder ihm vergebe.
  3. Love it / lieben. Ich erinnere mich daran, dass Liebe das ist, was mich mit allem verbindet: mit mir selbst, mit den Menschen und meiner Umwelt, mit dem Leben. Ich gebe ein Gefühl von Wärme und Liebe in das Thema.
  4. Leave it / loslassen. Ich danke der Situation, dem Menschen oder dem Gedanken dafür, dass sie in mein Leben gekommen sind, um mir die Möglichkeit zur Heilung zu geben. Damit bin ich kein Opfer mehr und lasse den Konflikt los.

Sowohl-als-auch im Flow

Heißt das, es läuft darauf hinaus, in der Situation, im belastenden Gedaken oder bei dem Menschen zu bleiben? Nicht unbedingt. Denn jetzt, wo ich den Konflikt innerlich losgelassen habe, kann ich den nächsten Schritt tun, ohne die alte Energie mitzunehmen.

Das kann bedeuten, dass ich nicht mehr unter dem leide, was mir vorher so unerträglich erschien. Ich sehe es mit anderen Augen und bleibe gern.
Oder die Situation, der Mensch hat sich verwandelt, weil ich eine ganz andere Energie ausstrahle. Ich muss also gar nicht mehr gehen. Denn die alte Energie ist gegangen.
Oder ich sehe, dass ich weitergehen will. Ich gehe jetzt aber in Frieden, motiviert von einer ganz anderen, positiven inneren Energie. Die ursprüngliche Energie nehem ich daher nicht mit auf meinen weiteren Weg. Ich habe sie losgelassen, sie beeinflusst mich nicht mehr.

Dieser Flow von Sowohl-als-auch-Energie ist nicht linear. Es folgt nicht logisch das eine auf das andere. Manchmal bedingt die Liebe zu mir selbst das Loslassen oder das Loslassen bewirkt die Veränderung oder die Vergebung verändert die Liebe und die Situation …

Das alles findet nicht im Außen statt, sondern an dem Ort, wo Heilung möglich ist: in dir.

Wenn du also etwas unerträglich findest, nimm es wahr, geh nach innen, verändere die Perspektive, geh in die Liebe und lass los. Es ist ein Prozess und braucht seine Zeit. Gib dir diese Zeit. Es lohnt sich.

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