Ho’oponopono

Ho’oponopono kurz vorgestellt

Ho’oponopono entspringt der Polynesischen Weisheitslehre „Huna“ und wird seit Jahrtausenden angewandt, um Beziehungen zu heilen. Der Ausgangsgedanke ist: „Wir beeinflussen die Welt und die Welt beeinflusst uns.“ Das heißt, wir stehen immer in Beziehung zu unserem Inneren und zu dem, was uns im Außen begegnet.

Wir alle, jede und jeder von uns, ist Teil des großen Ganzen. Wir sind alle miteinander verbunden. Das wussten die Polynesier schon vor über 5000 Jahren. Der Ursprung des heutigen Ho’oponopono war das schamanische Ho’oponopono, es wurde genutzt bei Ernteausfällen, Unfällen, Naturkatastrophen – wenn man merkte, etwas ist aus der Ordnung geraten oder es steht etwas bevor. Das schamanische Ho’oponopono stellte die Frage: „Hast du Vertrauen?“

Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die traditionelle Hawaiianische Familienkonferenz. Wann immer in der Familie etwas aus dem Lot geraten war – Konflikte, Krankheiten, Unfälle, ein Familienmitglied hatte eine Straftat begangen etc. – versammelte sich die gesamte Familie, um die Dinge gemeinsam wieder „in Ordnung“ zu bringen, zu reinigen. Jedes Familienmitglied betrachtete sich als untrennbaren Teil der Gesamtheit (Ohana) und übernahm Verantwortung für seinen Anteil am Konflikt.

Ho’o = machen, begründen oder bewirken
pono = korrekt, richtig, stimmig, flexibel, im Gleichgewicht
ponopono = richtig richtig → richtig für dich und richtig für mich → richtig für alle

Ho’oponopono = etwas richtigstellen, einen Irrtum zurücknehmen, korrigieren, die Dinge untereinander und mit Gott (Universum, Leben, Urquelle etc.) zurechtrücken


In den 1950er-Jahren vermittelte die Kahuna (Weise, Heilerin) Mary Kawena Pukui dem Westen erstmals Ho’oponopono als Familientherapie in 4 Schritten:

Zusammenkommen – Analysieren des Problems – Wechselseitiges (Ver-)Geben – Loslassen

In den 1970er-Jahren, als die Großfamilien zerbrachen, entwickelte Morrnah Simeona, die Großnichte der oben genannten Kahuna, eine Methode, Ho’oponopono zur Selbsthilfe anzuwenden:
Man arbeitete mit einem Vergebungsgebet in insgesamt 12 Schritten, um für sich allein seine Konflikte zu lösen.

Ein Schüler von Morna Simeona, Hew Len, übernahm nach ihrem Tod das Erbe und vereinfachte die Dinge nochmals zur Essenz des Ho’oponopono:

Es tut mir leid
Bitte verzeih mir
Ich liebe dich
Danke

In diesen vier Sätzen steckt die gesamte Familienkonferenz, das gesamte Ho’oponopono. Sie bilden den Rahmen, den wir je nach Situation und Komplexität des Konfliktes, auf unterschiedliche Weise ausfüllen können. Sowohl allein als auch in einer Gruppe.