Quick and clean – wessen Drama ist das hier?

Heute hätte ich mich beinahe in das Drama eines anderen Menschen ziehen lassen. Ich war normal entspannt, dann kam jemand und hat einfach mal alle negativen Gefühle rausgelassen. Auf einmal war ich mitten im persönlichen Drama dieses Menschen.
Ist es eine fremde Person, kann man achselzuckend weitergehen. Ist es jedoch jemand, der*die einem nahe steht oder in diesem Augenblick wichtig ist, geht das nicht so ohne Weiteres.

So fand ich mich plötzlich auf der Bühne dieses Menschen wieder, Akteurin in seinem Drama. Als ich mir dessen bewusst wurde, konnte ich innerlich einen Schritt zurücktreten, durchatmen und mich fragen: Inwieweit will ich hier mitspielen? Will ich wirklich die zweite Hauptrolle in diesem Stück sein? Reicht es, als Statistin zu agieren? Oder sollte ich besser sofort von der Bühne gehen?

Theater von innen

In diesem speziellen Fall entschied ich mich, Statistin zu sein, da ich die Bühne nicht gänzlich verlassen konnte. Jedoch habe ich keinen weiteren Text in diesem Stück übernommen, habe keine Stichworte gegeben und das Drama somit nicht weitergetrieben. Innerlich wie äußerlich. Es war einfach nicht mein Auftritt. Ich hatte damit nichts zu tun. Innerlich habe ich ein schnelles Ho’oponopono gemacht, ein „Quick and clean“:

Es tut mir leid, dass ich so oft in meinem Leben in den Dramen anderer mitgespielt habe. Es tut mir leid, dass ich damit auch das Drama in mir genährt und befeuert habe. Es tut mir leid, dass ich die Geschichten anderer übernommen und auf die Bühne meines Lebens gebracht habe. Das tut mir aufrichtig leid.
Ich verzeihe mir das jetzt. Denn in Wahrheit liebe ich mich und bin einzig und allein für mein eigenes Theaterstück verantwortlich. Ich liebe mich und schreibe das Theaterstück meines Lebens so, wie es gut für mich ist.
Danke, dass ich durch das Drama der anderen Person daran erinnert wurde: Ich spiele die Hauptrolle in meinem Leben und kann selbst entscheiden, welches Stück ich auf meiner Bühne inszeniere. Danke für die Reinigung und die Heilung der alten Drama-Muster und -Programme. Danke, danke, danke.

Es gibt die Redensart „Quick and dirty“. Das heißt, ich mach jetzt einfach, ich setz das jetzt um, auch wenn es noch nicht perfekt ist. Schnell und schmutzig halt.
Da wir beim Ho’oponopono die Themen, Muster, Programme, Daten in uns reinigen, heißt diese Kategorie „Qick and clean“ – ein schneller Impuls, um etwas in dir zu reinigen.

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